AD(H)S-Coaching

für Kinder 5–12-jährig | AD(H)S-Beratung für Eltern, Lehrpersonen, Kindergärtnerinnen

ADHS-COACHING

Manchmal ist es hilfreich, wenn man Fragen und Unsicherheiten mit einer neutralen Fachperson besprechen kann.

 

Oft sind Eltern mit der Diagnose AD(H)S ihres Kindes verunsichert und in vielen Fällen ist auch ein Elternteil betroffen, oft ohne dies zu wissen. Diesen Eltern fällt es oft schwer, die nötigen Strukturen für ein AD(H)S-Kind aufzubauen. Sie sind verunsichert in Erziehungsfragen und in Krisenzeiten fühlen sie sich zum Teil überfordert und hilflos.

 

Das erste Gespräch findet nur mit den Eltern statt.  Zunächst konzentrieren wir uns darauf, herauszufinden, ob Ihr Kind tatsächlich unter AD(H)S leidet oder ob sein Verhalten gegebenenfalls altersgerecht ist. Mithilfe eines Fragebogens ermitteln wir zunächst die aktuelle Situation. Zum zweiten Gespräch kommt das Kind mit seinen Eltern und bleibt dann ohne Eltern für eine Stunde bei mir.

 

Die enge Zusammenarbeit mit Eltern und Kindern ist sehr wichtig – Eltern sind wichtige Rückmelder der Wirksamkeit.

 

Im Anschluss erarbeite ich ein Konzept, in dem ich festhalte, welche Therapieformen für Ihr Kind geeignet sind und wir versuchen Bewältigungsstrategien für Sie und Ihr Kind zu erarbeiten. Gemeinsam erstellen wir eine Liste mit möglichen Lösungen, die es Ihrem Kind ermöglichen seine AD(H)S Erkrankung besser in sein Leben zu integrieren und Sie erhalten Tipps und Tricks für den Erziehungsalltag, damit Sie in Zukunft wieder weitgehend belastungsfrei mit Ihrem Kind umgehen können.

 

Ich arbeite mit verschiedenen Methoden, z.B. aus der Maltherapie und dem Verhaltenstherapeutischen Training und beziehe auch gerne kreative und entspannende Methoden in meine Arbeit ein, z.B.  Entspannungsreisen oder Autogenes Training. Typischerweise arbeite ich mit Ihrem Kind einmal wöchentlich 1 Stunde.

 

Ich berate Sie auch zum Thema Pro und Contra einer medikamentösen Therapie. Und wir besprechen die Alternativen zu Ritalin oder anderen Medikamenten.

 

Ziel

Sie, als Eltern, sind in Ihrem Erziehungsalltag gestärkt und fühlen sich sicherer im Umgang und in der Kommunikation mit Ihrem Kind. Ihr Kind lernt, nach und nach, besser zuzuhören, sich besser zu konzentrieren und besser mit seinem Verhaltensmuster umzugehen. Es weiss über AD(H)S Bescheid und was dies mit ihm zu tun hat. Es lernt Methoden zur Selbststeuerung kennen und kann sich selbst besser wahrnehmen. Ihr Kind wird besser in der Schule und weiss, was es zur Entspannung tun kann. Krisensituationen nehmen deutlich ab und die Familie ist insgesamt stabiler.

AD(H)S Merkmale

Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich

 

Unaufmerksamkeit

  • macht Flüchtigkeitsfehler
  • hat oft Schwierigkeiten, längere Zeit aufmerksam zu sein
  • scheint häufig nicht zuzuhören, wenn andere ihn / sie ansprechen
  • kann Wesentliches beim Zuhören nicht herausfiltern (Reizüberflutung)
  • führt häufig Anweisungen anderer nicht vollständig durch
  • hat häufig Schwierigkeiten, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren, verliert häufig Gegenstände etc.

 

Impulsivität

  • platzt häufig mit Antworten heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt ist
  • kann nur schwer warten, bis er/sie an der Reihe ist
  • unterbricht und stört andere häufig (platzt z.B. in Gespräche oder Spiele anderer hinein) etc.

 

Hyperaktivität

  • zappelt häufig mit Händen oder Füssen oder rutscht auf dem Stuhl herum
  • läuft herum oder klettert exzessiv in Situationen, in denen dies unpassend ist
  • hat häufig Schwierigkeiten, ruhig und ausdauernd zu spielen oder sich mit Freizeitaktivitäten zu beschäftigen
  • redet häufig übermässig viel, etc.
Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom AD(H)S – Was ist das genau?

Beim AD(H)S liegen Wahrnehmungsstörungen in verschiedenen Ausprägungen und Kombinationen vor. Es handelt sich hierbei um eine fehlerhafte Reizverarbeitung im Gehirn (neurobiologische Funktionsstörung), die in den meisten Fällen genetisch bedingt ist.

 

So kann z.B. die Filterung von eingehenden Reizen reduziert sein und somit die nötige „Abschottung“ fehlen. Es kommt zu einer Überflutung von Reizen, die das Kind überfordert. Oder die Verarbeitung erfolgt vermindert und es kommen zu wenig Reize an.

 

Ein AD(H)S-Kind ermüdet deutlich schneller, die Konzentration lässt schneller nach und es zeigt oft Unruhe, oder schaltet ab und wird apathisch. Wegen der Überforderung des Gehirns resultiert daraus eine Hyperaktivität oder Impulsivität, was unter anderem zu sozialen Problemen führt.

Fasst man die Studien zu AD(H)S zusammen, muss inzwischen davon ausgegangen werden, dass rein rechnerisch in jeder Klasse mindestens ein Kind Symptome von AD(H)S zeigt. Damit stellt AD(H)S eine der häufigsten Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter dar.

Typische Situationen, in denen AD(H)S Symptome zu häufig wiederkehrenden Konflikten führen können, sind:

  • Unkonzentriertheit und hohe Ablenkbarkeit in der Schule und beim Hausaufgaben machen
  • Störendes Verhalten während dem Schulunterricht
  • Störendes Verhalten während die Eltern mit anderen Personen sprechen (bei Besuch oder beim Telefonieren)
  • Störendes Kommunikationsverhalten, z.B. während des gemeinsamen Essens
  • Unzuverlässigkeit im Erledigen von Aufträgen
  • Häufiges Unterbrechen eigener oder fremder Aktivitäten
  • Auffälliges Sozialverhalten

 

Natürlich sind dies alles Verhaltensweisen, die alle Eltern bei ihren Kindern beobachten können. Entscheidend für die Diagnose AD(H)S ist unter anderem der Schweregrad der Probleme, die Regelmässigkeit ihres Auftretens sowie die Frage, ob die Probleme sowohl im familiären als auch im ausserfamiliären Umfeld auftreten.

BERATUNG FÜR LEHRPERSONEN

Auf Wunsch berate und/oder begleite ich neben Eltern auch LehrerInnen und KindergärtnerInnen. Verschiedene Hilfsmittel, Tipps und Methoden wie Entspannungsgeschichten, Autogenes Training und andere lösungsorientierte Ansätze bringen Entspannung und mehr Ruhe und Gelassenheit in Ihre Klasse.

Lehrer sind, genau wie die Eltern, wertvolle Rückmelder und nach Wunsch und Möglichkeit beziehe ich sie in eine laufende Begleitung ein.

 

Je nach Ausgangslage besprechen wir:

  • was ist im Moment am dringendsten
  • welche geeigneten Schritte gibt es
  • Tipps und Tricks im Schul-/Kindergartenalltag

 

Ziel

Mehr Ruhe und Gelassenheit in die Klasse bringen.

GEZIELT AUF LERNPROBLEME EINGEHEN

Viele Lernprobleme lassen sich gut bewältigen. Ausnahmen sind die Legasthenie und Dyskalkulie – für die es speziell ausgebildete Therapeuten gibt, die individuell auf den Schüler, die Schülerin eingehen können. Wichtig ist, keinen Druck aufzubauen; das Kind könnte sich verschliessen und die Problematik könnte sich verstärken.

Lieber locker üben und trainieren! Es gibt viele Übungen, welche die Ausdauer und Konzentration langfristig fördern. Oder ganz einfach den Kindern die verschiedenen Lernmethoden näher zu bringen, kann der Einstieg ins selbständige Lernen sein.

Gerne biete ich Ihrem Kind hierzu gezielte Hilfestellung an.

 

Ziel

Durch gezieltes und wiederholtes Training werden Ausdauer und Konzentration geübt, so dass es in der Schule und bei den Hausaufgaben leichter geht.